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Habemus Gnome3 – Kurzer Review nach einer Woche

Seit  einer Woche teste ich nun die aktuelle Development Branch von Ubuntu 11.04 in Verbindung mit Gnome 3 relativ ausgiebig. Es ist bei weitem noch nicht perfekt – aber es gibt viele gute Ideen und Features die sich lohnen.

Nicht ganz so gelungen ist das Erscheinungsbild von Gnome3. Das Default-Theme wirkt etwas lieblos. Es fehlt überhaupt an Möglichkeiten um das Erscheinungsbild zu verändern. Es ist nicht einmal mehr möglich, die Schriftgröße zu verringern oder Icon-Themes auszuwählen. All das geht nur sehr Umständlich mit dem dconf-editor. Aktuell wirkt das Erscheinungsbild alles in allem noch kantig und unfertig. Ich hoffe, dass sich hier noch einiges tut.

In Gnome3 sind die User- und Systemeinstellungen alle in einem Menü zu erreichen – aber hier fehlt noch einiges was in Gnome 2 vorhanden war. Warum beispielsweise das ATI Control Center oder die Laufwerksverwaltung hier nicht auftauchen ist mir ein Rätsel.

[Screenshot - Systemeinstellungen mit FAENZA Icon-Theme]

Von der Handhabung her gibt es wenig zu beanstanden. Einige Sachen funktionieren noch nicht wie gewohnt. Beispielsweise fehlt das Autocomplete für den “Ausführen” Dialog unter ALT+F2. Gut gelöst ist die Favoriten-Leiste und der Anwendungs-Starter. Anwendungen suchen und starten geht sehr schnell und einfach von der Hand. Ebenfalls enthalten ist eine Google- und Wikipedia Suche.. sehr schön ;)

[Screenshot - Anwendungsmenü mit FAENZA Icon-Theme]

Gelungen ist auch die Integration von Empathy als Instant-Messenger. Auf Nachrichten kann man quasi sofort aus der Notification-Box antworten. Die Notification-Box ist an den unteren rechten Rand gewandert und wird nur im Bedarfsfall eingeblendet.

Das altbekannte “Orte” Menü aus Gnome 2 ist komplett verschwunden. Einbinden von Dateisystemen und alle anderen Dateisystemoperationen müssen so direkt aus Nautilus heraus gemacht werden.

Nunja.. eigentlich mag ich Gnome3 jetzt schon recht gern. Arbeiten macht Spaß und die Handhabung ist gut durchdacht. Mir ist eine optisch ansprechende Umgebung relativ wichtig, daher hoffe ich, dass hier noch nachgebessert wird. Im direkten Vergleich mit Unity wirkt Gnome3 einfach reifer und durchdachter. Von der Systemstabilität her kann ich mich nicht beschweren. Es kam zu keinen Abstürzen oder Freezes. Einzig die Prozessorlast geht in Verbindung mit Java-generierten Fenstern noch arg nach oben.

Ich werde jedenfalls erst einmal bei Gnome 3 bleiben und schauen wie es sich im harten Alltag bewährt.

Wikipedia läuft nun auf ubuntu

Das find ich ja super. Wikimedia – also der Betreiber der Wikipedia migriert nun alle Server auf Ubuntu. Das sind immerhin 400 Stück. Da steckt bestimmt jede Menge Technik drin.

Auch sehr gut find ich die FAQ von Wikimedia. Da wird erklärt warum gerade Ubuntu den “Zuschlag” bekommen hat. Durchaus lesenswert ;)

Wahnsinn wie schnell Ubuntu wächst. Habe heute mal ein bischen mit google Trends rumgespielt. Dabei habe ich die bekanntesten Distributionen nach ihrer Popularität verglichen.

trends

  • Blau = Ubuntu
  • Rot = Suse
  • Grün =Fedora
  • Gelb = RedHat
  • Violett = Gentoo

Meine spielereien kann man hier anschauen.

Ist schon faszinierend wie sehr Ubuntu den etablierten Distributionen davonfliegt. Aber meiner Meinung nach absolut gerechtfertigt. Ich bin nach wie vor sehr zufrieden und mir kommt vorerst nie wieder was anderes auf den Rechner.

Hoffentlich wird in meiner Firma auch irgendwann Linux eingeführt. Gründe die dafür sprechen gibt es ja genug. Nicht nur weil es kostenlos ist, auch um einiges sicherer, schneller, stabiler und teilweise sogar einfacher als Windows. Ein wunderbares OS.. :)

Softwareempfehlung: xbmc

xbmc_screenxbmc ist ein vollwärtiges Mediacenter für Linux, Mac, Windows und Xbox. Ein Mediacenter ist besonders sinnvoll, wenn man einen PC als Entertainmentcomputer, Filmknecht oder Jukebox benutzt.

xbmc ist in den Paketquellen von Ubuntu enthalten und kann per sudo apt-get install xbmc installiert werden. Leider hatte ich mit der Version die in den Quellen enthalten ist ein paar Probleme – aber wenn man sich den Sourcecode runterläd und selbst kompiliert erledigt sich das auch von alleine. Selbst zu kompilieren ist sehr einfach und hat den Vorteil das die Software zu 100% an das System angepasst ist.

Eine kurze Step by Step Anleitung zum kompilieren von xbmc stelle ich natürlich auch zur Verfügung.. Alles was Ihr dafür braucht findet Ihr unter more.

Falls Ihr euch erst einmal einen Überblick verschaffen wollt,  gibt es hier eine von den Entwicklern erstellte Flickr Galerie.

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Willkommen auf meinem Blog.

Hier geht es um das Internet, Netzkultur, Piraten, Politik, Linux, Hacking und mich.

Ich hoffe ihr fühlt euch wohl.. nehmt euch nen Kaffee und viel Spaß beim lesen.

Alex
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