Archiv für Kategorie ‘planetAlexx’

.m4a zu .mp3 konvertieren und löschen

Ich habe die letzten Tage iTunes Match getestet und meinen alten Dateien so etwas mehr Qualität angedeihen lassen. Mit iTunes Match kann man aus einer Ansammlung von alten Rips in schlechter Qualität recht schnell und bequem eine qualitativ hochwertige Sammlung machen – allerdings hat das Ganze für mich einen Haken.. und der ist das Dateiformat .m4a

Das Dateiformat an sich stört mich eher am Rande – was mich allerdings nervt ist, dass in jedem Lied meine Mailadresse und meine Name eingebettet ist. Am einfachsten kann man den Namen entfernen indem man alle Lieder eines Albums mit dem in iTunes eingebauten Konverter umwandelt – das ist aber recht mühevoll wenn man relativ viele Dateien hat da man danach alles doppelt hat und auch ein mp3 von mp3s erstellt wird.. bravo ;o

Ich habe mir deshalb ein Script geschrieben welches mittels ffmpeg sämtliche m4a Dateien rekursiv in mp3 umwandelt und die ursprünglichen Dateien löscht.. ffmpeg muss natürlich installiert sein – dafür kann ich auf dem Mac Homebrew empfehlen (brew install ffmpeg). Die ID3 Tags werden so weit übernommen – aber leider nicht die eingebetteten CD-Cover. Die lassen sich aber bekanntermaßen einfach über iTunes wieder abrufen. Das Script sollte auch unter Linux funktionieren.

Vorher am besten eine Sicherung der Musikdateien durchführen damit nichts schief gehen kann. Denn wenn eine Datei erfolgreich umgewandelt wurde wird die ursprüngliche .m4a Datei gelöscht. Ich übernehme keine Verantwortung für irgendwas.

Also.. hier ist das Script. In eine Textdatei kopieren, mittels chmod +x ausführbar machen und dann mit Angabe des Verzeichnisses im Terminal ausführen.

Aufrufen:
./m4a-to-mp3 /Users/-name-/Musik

#!/bin/bash
if [ -z $1 ];then echo Give target directory; exit 0;fi

find "$1" -depth -name '*' | while read file ; do
directory=$(dirname "$file")
oldfilename=$(basename "$file")
newfilename=$(basename "${file%.[Mm][4][Aa]}")

if [ "$oldfilename" != "$newfilename" ]; then
ffmpeg -i "$directory/$oldfilename" -ab 265k "$directory/$newfilename.mp3"

Meine mehr oder weniger tiefsinnigen Gedanken zum BGE..

Am Samstag stand auf dem Parteitag der Piraten das BGE zur Abstimmung und wurde SEHR knapp angenommen. Ich habe diesem Antrag zugestimmt und möchte kurz darlegen warum. Es gibt viele gute Gründe für das BGE – und bestimmt auch einige dagegen. Die Dinge, die dagegen sprechen müssen wir finden und schauen wie wir sie aus dem Weg räumen können.

Durch den immer weiter fortschreitenden technischen Fortschritt brauchen wir in Zukunft schlicht und einfach keine Vollbeschäftigung mehr um unseren Lebensstandard zu sichern. Die Vollbeschäftigung wird es so nicht mehr geben. Derzeit wird die industrielle Revolution de facto zurückgespult. Fabriken werden demontiert oder dorthin verlegt wo es billig ist, die Arbeit wird von Robotern und Computern übernommen. Das, was früher z.b. ein Reisebüro gemacht hat, ist mit wenigen Mausklicks erledigt. Zurück bleibt ein “Heer” an Arbeitern deren Jobs eigentlich nicht gebraucht werden.

Vor fast zwei Jahren habe ich über die 20:80 Gesellschaft gebloggt. Ausserdem hat der Vortrag von Gunter Dueck zum Internet als Gesellschaftsbetriebssystem auf der Re:publica mich ebenfalls in meiner Meinung bestärkt, dass dies der Weg ist den wir wahrscheinlich gehen werden.. Ob wir wollen, oder nicht.

Um uns darauf vorzubereiten brauchen wir das BGE. Kein wie auch immer modifiziertes Hartz4 oder Sozialsystem kann das leisten was wir in Zukunft brauchen. Vor uns liegen noch viele harte Entscheidungen die letztendlich der Gesellschaft nützen, aber für die Betroffenen harte Einschnitte bringen.

Meiner Meinung nach muss die Politik sich mehr Handlungsspielraum zurück holen da harte Entscheidungen zu treffen sind. Zum Beispiel die Krankenkassen.. derzeit haben sowieso alle festgelegte Beiträge und Leistungen. Warum kann man diese nicht zu einer oder zwei großen zusammen legen und weitestgehend automatisieren? Wir können uns schlicht und einfach 200+x Krankenkassen mit einem riesigen Wasserkopf an Verwaltung, Vorstand etc. pp nicht leisten. Dadurch würden Millarden eingespart die man in Gesundheit und Forschung stecken könnte.

Ausserdem müssten wir das Steuerrecht endlich vereinfachen und die daran hängende Bürokratie abschaffen. Mit einem Bierdeckel-Modell wie seinerzeit Friedrich Merz es gefordert hat wären schlagartig hunderttausende ihren Job los.

Mit einem BGE ist so etwas machbar, da sich der Mensch nicht mehr durch Arbeit definiert und der Politik einiges an Gestaltungsspielraum zurück gibt – und zwar für Entscheidungen die längst Überfällig und notwendig sind. Landwirtschaftssubventionen, Kohlepfennig und Schlechtwettergeld sind andere Beispiele. “Sozial ist, was Arbeit schafft” ist komplett überholt, da die Gesellschaft letztendlich für viel Geld Leute allimentiert und beschäftigt, deren Jobs eigentlich nicht gebraucht werden – wenn man die Rahmenbedingungen anpasst.

Ohne BGE würden all die, deren Job überflüssig ist oder mittlerweile von Maschinen erledigt wird in und durch das Soziale Netz fallen – mit allen Konsequenzen die das mit sich bringt. Und wir alle müssen uns darüber im klaren sein, dass viele unserer Jobs abgelöst werden. Sei es von Maschinen, von Algorithmen, Telearbeit oder einfach nur weil sie eigentlich überflüssig sind.

Um das BGE zu wollen ist ein krasses Umdenken und Eingestehen in allen Schichten der Gesellschaft notwendig. Und zwar das die Zukunft vor der Tür steht. Und die besteht nicht aus längst überholter Fließband- oder Verwaltungsarbeit, Arbeitlosigkeit, Alters- und Kinderarmut oder Praktikantendasein.

Aber dafür ist jede Menge Solidarität und Menschlichkeit notwendig. Wir müssen den Menschen sehen und in den Mittelpunkt stellen – nicht die Arbeiter oder Angestellten. Deshalb.. BGE – Olé.

Warum ich gegen Atomkraft bin

Nun ist es also raus. Die deutschen Atommeiler sollen im durchschnitt 12 Jahre länger am Netz bleiben. Mit Laufzeitmengenübertragung werden die letzten Meiler also um 2050 herum vom Netz gehen. Das Ganze ist ein Kabinettsstückchen der Atomlobby. Die groß angekündigte Sonderabgabe ist eine Farce. 6 Jahre lang sollen die Atomkonzerne nun einige Milliarden zahlen – im Gegenzug bekommen sie weiterhin völlig risikolos ihre fetten Profite.

Wie viel das ist ist vielen gar nicht bewusst. Derzeit sind in Deutschland 17 Reaktoren zur Energiegewinnung am Netz. Jeder Reaktor macht pro Tag laut DIW ungefähr eine Millionen Euro GEWINN. Ein kleines Rechenspiel mit 365 Tagen * 17 Reaktoren * 12 Jahre sollte jedem klar machen um welche Summen es hier geht. [Quelle]

Natürlich ist es in Deutschland nicht verboten Geld zu verdienen – wenngleich die Energiekonzerne in meinen Augen eigentlich eine verdeckte Umverteilung von Arm zu Reich durch ihre hohen Strompreise und die eben so hohen Dividenden an ihre Aktionäre betreiben. Gut, das ist ebenfalls legal – aber trotzdem verwerflich..

Das große Problem bei den Atommeilern sehe ich eher in der Freifahrtkarte. Da gibt es einmal die Frage der Endlagerung – die nach wie vor nicht geklärt ist. Die Endlagerung obliegt dem Staat. Die Atomkonzerne kippen uns quasi ihre verstrahlten Castoren vor die Tür nachdem der Profit aus den Brennstäben rausgelutscht wurde und lassen die Allgemeinheit für die Endlagerung bezahlen.

Ebenfalls ungeklärt ist die Haftungsfrage im Falle eines Super-GAUs. Zwar müssen die Konzerne die sogenannte Deckungsvorsorge vorhalten – doch die beträgt gerade einmal 2,5 Millarden Euro. Eine Kernschmelze in einem Atommeiler würde allerdings volkswirtschaftliche Kosten von 2.500 Milliarden Euro verursachen – das ist mehr als das deutsche Bruttosozialprodukt in einem Jahr. Neben den immensen Schäden an Menschheit und Umwelt wäre unser Land also komplett ruiniert. [Quelle]

Das es einmal dazu kommt ist leider gar nicht so unrealistisch. Die deutschen Meiler sind allen Beteuerungen der Strombosse zum Trotz alles andere als sicher. Beim ältesten derzeit aktivem Meiler, dem AKW Brunsbüttel, begann der Bau 1970. Also vor ziemlich genau 40 Jahren.

Vierzig Jahre? Klingt doch gar nicht so alt.. Aber erinnert ihr euch an den Kniefall von Willy Brandt in Warschau? Das war 1970. Stellt euch vor wie die Technik 1970 ausgesehen hat. Ein Radio, ein Auto oder ein Fernseher usw.. diese Art von Technik ist hier nach wie vor im Einsatz. An einem so fragilen Punkt wie einem Atomkraftwerk.. Übergangstechnologie? Das ich nicht lache.. Übergang über den Jordan vielleicht. Die Zahl der Störfälle steigt und steigt seit Jahren kontinuierlich weiter an. [Wikipedia]

Das und noch viel mehr sind für mich genug Gründe gegen die Kernkraft. Die CDU/CSU/FDP beweist hier wieder einmal für wen sie eigentlich Politik macht. Das Ganze ist eine absolute Frechheit dem Bürger gegenüber. Bekanntlich lehnen 80% der Bürger Kernkraft ab. Die Regierung lügt uns in die Tasche während sie den Atombossen risikolos Milliardengewinne zuschanzt und sich wahrscheinlich von denen, nach Ende der Amtszeit, selber die Taschen vollmachen lassen. Was sind wir doch für eine Bananenrepublik..

Übrigens, diese Frontal21 Doku sollte sich jeder mal anschauen.

Das tragische Ende der Loveparade

Das war es also. Das furchtbare Ende der Loveparade. Die Parade, die einst die Ideale der Techno-Generation verkörperte, ist tot und hat tragischerweise 19 Menschen mit in den Tod gerissen.19 Familien haben gestern die schreckliche Nachricht erhalten, dass ein Angehöriger verstorben ist und nie wieder zurück kommt. Hunderte wurden zum teil schwer verletzt oder sind schwer traumatisiert.

Ich selber war auf der Parade in Essen 2007 und in Dortmund 2008 und hab mich in Dortmund schon gefragt warum dort nichts passiert ist. Ich kann mich noch sehr gut an das geschuppse und Gedränge am Hauptbahnhof erinnern. Abertausende Menschen wollten nach hause, der Bahnhof war dicht und von hinten drängten immer mehr Leute nach. Ich stand damals mit einer Freundin und ca. 300 anderen vor dem Absperrgitter und wir wurden 4-5 Stunden nur eingequetscht. Es gab nichts zu trinken und wir sind irgendwann vom roten Kreuz mit Decken versorgt worden.

Die Städte im Ruhrgebiet sind einfach zu klein für diese Menschenmassen. Duisburg mit seinen gut 500.000 Einwohnern und entsprechender Infrastruktur sollte plötzlich das dreifache an Menschen aufnehmen. Mit einem Bahnhof.

Die Idee der Loveparade – eine Demonstration mit Musik durch die Stadt – ist zu einem eingezäunten Schauspiel mit “VIP Bereich” und streng kontrolliertem Glasflaschenverbot verkommen. Natürlich nur aus Sicherheitsgründen… Monetäre Interessen haben da sicher keine Rolle gespielt.. Oder?

Diejenigen, die das genehmigt haben, gehören jedenfalls bestraft. 1,x Millionen Menschen durch einen Eingang der gleichzeitig auch der einzige Ausgang ist auf ein eingezäuntes Gelände zu schleusen welches nur maximal 500.000 Menschen aufnehmen kann ist grob fahrlässig. Wenn dann noch sogenannte “Experten”, die sich eigentlich täglich mit Massenveranstaltungen befassen erklären, dass das Sicherheitskonzept keine Fehler hatte, fehlen mir jedenfalls die Worte.

Ich bin stinksauer auf die Veranstalter und die Stadt Duisburg. Euer Versagen hat 19 jungen Menschen das Leben gekostet – da könnt ihr euch nicht mehr raus reden. Diese Katastrophe muss aufgeklärt- und die Loveparade  sofort und für immer beerdigt werden.

Für künftige Massenveranstaltungen muss man die Konsequenzen ziehen und sich klar machen, dass man Millionen von Menschen nicht hinter Bauzäunen einsperren kann. Außerdem ist die Parade im Ruhrgebiet leider völlig fehl am Platz. Trotz all dem schönen Scheins der Kulturhauptstadt war ein Großteil der Besucher der Gruppe “Volltrunkene Ruhrpottasis” zuzuordnen, die Fußballsprüche skandieren und mit freiem Oberkörper auf Damenjagd gehen. Das passt mit der ursprünglichen Parade nicht zusammen.

Ich wünsche den Familien und Freunden der Opfer viel Kraft und spreche mein Mitgefühl aus. Es ist einfach unfassbar tragisch was gestern dort passiert ist.

Digitale Muße und das Generationenproblem

Ich habe mir interessehalber mal den aktuellen Spiegel gekauft. Darin geht es um das “Abschalten”. Um die Schwierigkeit mal “Off” zu sein und zu bleiben in unserer schnelllebigen Zeit. Der Spiegel umschreibt das sehr schön mit dem Wort Muße.

Dazu habe ich mir auch mal meine Gedanken gemacht und habe entdeckt, dass ich gar nicht das Bedürfnis dazu habe. Muße finde ich auch vor dem Rechner und trotz eingeschaltetem Smartphone. Ein netter Chat mit Freunden, ein Spielchen zwischendurch oder zielloses browsen im Web ist für mich Entspannung, keine Pflicht oder Bürde.

Eigentlich stelle ich bei mir eher das Gegenteil fest. Ich mag das Gefühl das Netz in der Tasche mit mir herum zutragen. Das ich jederzeit schauen kann was die Freunde gerade machen, wann das Bauwerk XY erbaut wurde, wie eigentlich Quantenphysik funktioniert, welche Blume dort am Wegessrand blüht, wie lang der Rhein eigentlich ist oder was nächste Woche in der Stadt los ist.

Ich denke, eigentlich stehen wir vor einem Generationenproblem. Große Teile der älteren Generation können nach wie vor nichts mit dem Netz und der Macht die es einem gibt anfangen. Vielen ist es vielleicht sogar unheimlich, dass man jederzeit alles nachschlagen kann. Das man immer und jederzeit mit jedem in Kontakt steht – sofern man das will. Und ein Ende ist nicht in Sicht – eher im Gegenteil. Und darüber freue ich mich.

Dementsprechend bin ich um so gespannter, was meine Generation aus der Welt machen wird. So viel Wissen, so viel Vernetzung und so viele Möglichkeiten wie wir sie haben hatte noch niemand. Wir haben unglaublich viele Chancen die wir kreativ nutzen müssen. Aber dafür müssen wir wohl die Gesellschaft sowie das Denken an sich revolutionieren.

Natürlich ist es gut, wenn man viel weiß – aber ist es in Zukunft noch nötig? Ist nicht mit der Erfindung des Taschenrechners, welchen heute jeder auf seinem Handy mit sich rum trägt, das Kopfrechnen teilweise überflüssig geworden? Mit einer Argumented Reality Sonnenbrille auf der Nase wird uns wahrscheinlich in wenigen Jahren schon der Gesamtbetrag beim Einkaufen angezeigt. Rechnen wird somit überflüssiger denn je.

Genau so wird es in Zukunft wohl noch mit viel mehr Dingen werden. Wahrscheinlich werden wir viel mehr Alltagsballast ins Digitale verbannen. Die Kapazitäten die dadurch frei werden können wir für andere Dinge nutzen. Ich hoffe, dass sich auch die Arbeitswelt verändert und sich den Gegebenheiten anpasst. Wahrscheinlich wird viel mehr von Zuhause oder Kollaborativ gearbeitet. So sparen wir uns den beschwerlichen Weg zur Arbeit und sind ausgeruhter und leistungsfähiger.

Die Zukunft wird uns wohl alle überraschen – aber ich freue mich drauf. Übrigens, gegen ein gutes Buch im Garten gibt’s nichts einzuwenden ;)

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Willkommen auf meinem Blog.

Hier geht es um das Internet, Netzkultur, Piraten, Politik, Linux, Hacking und mich.

Ich hoffe ihr fühlt euch wohl.. nehmt euch nen Kaffee und viel Spaß beim lesen.

Alex
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