Aaron..
- Februar 21st Februar 2010
- Eingetragen inPiratenpartei
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Jetzt muss ich mich auch mal zur Causa Aaron äussern. Er hat es nämlich schon wieder getan. Diesmal hat er allerdings nicht (nur) in seinem Blog zum Angriff geblasen, sondern wurde von der TAZ interviewt und hat im Namen der Piratenpartei für “gezielte Militärschläge” gegen den Iran geworben.
Nachdem er in der letzten Vorstandssitzung freiwillig die Aufgaben im Bereich Öffentlichkeitsarbeit abgegeben hat riecht das natürlich irgendwie komisch. Das klingt irgendwie nach Trotzreaktion (Jetzt wird zurück gebloggt!).
Aarons Problem ist, dass er sich anscheinend nicht über die Aussenwirkung klar ist die er mit seinen Äusserungen hervorruft. Man stelle sich mal vor ein CDU/Sonstiger Parteivorstand würde in seinem Blog oder z.b. bei Abgeordnetenwatch einen Militärschlag fordern. Zurecht wäre die Aufregung groß – nichts Anderes ist es mit Aarons Äusserungen.
Die Piraten haben übrigens eine Meinung zu Militär und Aussenpolitik – die ist im Wahlprogramm der Europawahl 2009 welches nach wie vor gilt. Dort heisst es:
Militär
- keine EU-Armee (nur National-Armeen)
- kein bewaffnetes EU-Militär (National-Armeen von Staaten der EU oder der EU selber) außerhalb der EU ohne UN-Mandat
- gemeinschaftliche Ächtung von Angriffskriegen
- keine Angriffskriege
- Abrüstung von Atomwaffen
- Ächtung von Uranmunition
- keine EU-weite Militärplanung
- keine Armee in Polizeifunktion
Ein Angriff auf den souveränen Staat Iran, wie Aaron ihn fordert, ist also völlig konträr zu der Position der Piratenpartei. Und er packt nun im Interview mit der TAZ die Keule aus und fordert ein Ende der Appeasement Politik. Man kann Aaron nun also nicht nur fehlendes politisches Taktgefühl vorwerfen, sondern auch, dass er in seiner Funktion als Vorstand in Interviews eine komplett andere Meinung vertritt als die Partei.
Irgendwann ist das Maß einfach voll. Aaron fällt gerade uns Piraten in NRW mit seinen ständigen Fehltritten böse in den Rücken. Aber nicht nur für uns, für jeden Piraten ist es jedes Mal ein Schlag ins Gesicht wenn Aaron im Namen der Partei irgendwelche Angriffe fordert oder das Minarettverbot in der Schweiz verteidigt.
Dass die Piratenpartei diesen Querulanten solange freie Hand gelassen hat verstehe ich. Meinungsfreiheit ist eines der wichtigsten basisdemokratischen Grundprinzipien der Piraten.
AAron hatte in seiner Funktion aber die Interessen der Piraten nach aussen hin zu vertreten, er hatt aber viel mehr geschadet als geholfen.
Wenn jemand aber solch eine konträre Einstellung zu den Dingen hat kann er nicht mehr die Partei repräsentieren.
Es ist ein Drahtseilakt die Grundsätzliche Meinungsfreiheit auch von Individuen wie Aaron zu verteidigen aber nicht von der (nicht wohlwollenden) Presse in die rechte Ecke gestellt zu werden. Mit Meinungsfreiheit müssen wir erst umzugehen lernen, wenn aber ein Herr Aaron uns als Partei diskreditiert werden wir nicht die Chance dazu bekommen.
Ich persönlich finde Aaron/Stefan (wie auch immer) setzt sich in seinem Blog sehr dezidiert und trotzdem umfassend und nachvollziehbar mit Problemen auseinander. Ich bin auch nicht in allem seiner Meinung, finde aber die Anti-Aaron-Hetze die mittlerweile praktiziert wird reichlich übertrieben. Aus seinem Blog ist (in meinen Augen) immer ersichtlich, dass die Einträge seine persönlichen Gedanken und Meinungen darstellen. Dazu kommt, dass der überwiegende Teil der dortigen Äußerungen sich mit der allgemeinen Parteimeinung deckt.
Ich kenne ihn nicht persönlich, halte ihn aber nach wie vor für ein wertvolles Mitglied. Viele sind in diesem einen Punkt, was den Umgang mit Irans Atomprogramm betrifft nicht einer Meinung mit ihm. Aber ist es das wert, wegen dieser Meinungsverschiedenheit gleich einen Streit von diesem Ausmaß vom Zaun zu brechen?
Mag sein, dass einige seiner Äußerungen keine gute Außenwirkung hatten – der jetzt mittlerweile immer weiter nach außen getragene Streit um seine Person hat aber in jedem Fall eine schlechte Außenwirkung.
@spucky
Es geht aber nicht mehr “nur” um seinen Blog, sondern um ein Interview in der TAZ.. das geht einfach nicht das er da so eine Scheisse verkündet.
FULL ACK!
Aaron reiht sich nahtlos in die Reihe der Schmierenkomödianten der etablierten Parteien ein. Siehe: http://blog.politikpir.at/?p=209
viele Grüße und Erfolg nach NRW
T@spucky
IMO ist dass Problem Königs fehlende Differenzierung zwischen seiner Privatmeinung und seinem offiziellen Amt in der Partei. Das ist so wie er es handhabt sehr ungünstig. Zudem sind mir seine Statements zum Iran zu polemisch und unausgegoren. Als Politiker der er ja sein möchte, sollte das alles deutlich ausgereifter sein selbst wenn ich prinzipiell mit seiner Sicht der Bedrohung durch den Iran übereinstimme. Als Politiker braucht es aber mehr als ein paar Stammtischparolen.
Eigentlich gibt er einen “guten” Politiker ab. Durch sein skandalöses Auftreten und seine polemisch oberflächlichen Artikel ist er ja immerhin sehr bekannt geworden. Wir sollten ihm nicht soviel Aumerksamkeit schenken und Ihn einfach ausschliessen. Er passt eh viel besser in die CXU, Rep oder ähnliche Parteien.
@Alex
Den Artikel in der TAZ hatte ich vor meinem Post natürlich auch gelesen. Dort wird lediglich geschrieben, dass er den Blog politicool.de betreibt und u.a. Mitglied im BV der Partei ist und wie er sich geäußert hat. Mitnichten wird es so dargestellt, als sei dies auch gängige Meinung der Piratenpartei und ihrer übrigen Mitglieder (meine ist es btw auch nicht). Alles andere ist in meinen Augen nur herein interpretiert. Man kann aus solchen Zeilen viel Lesen, wenn man möchte. Und Aaron macht es mit in gewisser Weise polemischer Art sicherlich manchmal schon fast zu leicht in seine Aussagen solche Zusammenhänge rein zu interpretieren. Fakt bleibt für mich: Er hat an keiner Stelle seine Meinung zum Umgang mit dem Iran als Meinung der Piratenpartei hingestellt und die TAZ hat dies auch nicht getan.
Ich habe den Eindruck, dass Aalron nur ein Wichtigtuer ist, der gerne im Rampenlicht steht und dem die Ziele der Piraten völligst am Arsch vorbei gehen.
Seine Blogeinträge sind bewusst kontrovers und dienen allein dem Zwecke der Aufmerksamkeit.
Siehe dazu auch:
http://schmidtlepp.tumblr.com/post/390648933/erlaeuterungen-zur-distanzierung-des-berliner-vorstands
Das der noch nicht hochkant aus dem Vorstand gekickt wurde sagt mehr über den Vorstand als ihn.