Zahlen, zahlen zahlen.. Gesundheit!
- Februar 15th Februar 2010
- Eingetragen inplanetAlexx
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Heute flatterte mir Fanpost der DAK ins Haus. Wie bereits in der Presse angekündigt soll ich nun 8€ mehr im Monat für meine Gesundheit zahlen. Acht Euro klingt ja zunächst mal nicht so viel. Aufs Jahr gesehen sind das aber immerhin 96 €. Die 8 € im Monat zahlt man übrigens nur als Arbeitnehmer.
Muss man dann auch noch jedes Quartal 1x zum Arzt sind wir schon bei 136 € – Wenn man dann noch zum Notdienst geht oder ohne Überweisung zum Facharzt sind das auch nochmal 10 € pro Visite. Von Krankenhausaufenthalten wage ich gar nicht mal zu reden..
Dazu kommen dann allerdings noch die Kosten für Medikamente – Erfahrungsgemäß kann das bei einer anständigen Grippe mal schnell über 20 € pro Apothekenbesuch gehen.
Wenn man dann beim Zahnarzt dreisterweise keine Amalgam-Füllung nach sowjetischem Stil möchte, ist man pro Bohrloch nochmal ca. 30 € für eine moderne Kunststofffüllung los. Ich bin glücklicherweise kein Brillenträger – sonst dürfte ich das nämlich auch noch zahlen.. und es gibt noch viel mehr was man als gesetzlich “Versicherter” alles selber zahlen darf.
Die letzten Zahlen die ich zum gesamten Gesundheitssystem gefunden habe sind von 2006 – damals lagen die Kosten bei 245 Millarden Euro. Allein die DAK wird nun mit ihrem 8 € Pro Monat bei 4,7 Millionen Mitgliedern im Jahr 451,2 Millionen Euro mehr einnehmen. Also den Versicherten an Lebensqualität und Kaufkraft entziehen.
Bei 51 Millionen Versicherten â 8 € (Manche nehmen noch mehr) sind das fast 5 Milliarden zusätzlich im Jahr für die Krankenkassen. WTF?! Dafür kann man ja fast schon eine kleine Bank retten!
Ich stelle mir ernsthaft die Frage ob ich hier nicht kräftig verarscht werde.. Ich seh es irgendwo nicht ein, im Jahr zig hundert Euro zusätzlich zu zahlen die dann als Verwaltungskosten in 181 Krankenkassen Deutschlands verpulvert werden. Reichen da nicht 2-3 Krankenkassen? Oder nur eine?
Im Gesundheitssystem muss jedenfalls dringend was passieren.. Man Man Man..
Wenigstens hat die FDP schon mal angefangen und den als zu eifrig geltenden Pharmakontrolleur Sawicki abgesägt – der war der Pharmalobby zu gründlich und hat deren Profite gemindert… Oh wait!
Quak,
die letzte Fanpost meiner Krankenkasse (TKK) war eine Einladung zu freiwilligen, besonderen Hilfsmaßnahmen bei bestimmten Krankheiten (z.B. Diabetes mellitus, Brustkrebs oder chronisches Asthma).
Von einer Erhöhung sagten sie nix. Allerdings bin ich auch keine Arbeitnehmerin, ich weiß ja nicht, vielleicht bleiben Zwangsverarmte von der Zuzahlung befreit — denn das würde am Ende ja wieder den Steuerzahler treffen.
Gruß, Frosch
Hmmmm….;)
Sicherlich ist es wahr, dass man bei den gesetzlichen Krankenkassen viel zahlt, aber wenn privat versichert ist, dann sieht man auch, wie viel ein kleiner Arztbesuch wirklich kostet. Die demographische Entwicklung macht vor den Kassen nicht halt und Gesundheit wird immer schwerer bezahlbar. Ändern muss sich da wirklich etwas. ;)
Das bedeutet, wenn man eine schöne weiße Füllung will, dann muss man sie eben selbst bezahlen. Nicht, weil alle so fies sind, sondern, weil es nicht anders geht.
Eventuell kommt ja eine private Versicherung für dich in Frage. Für Männer ist die eh billiger, also kannst du wahrscheinlich Geld sparen.;)
Das Arzterlebnis wird auf jeden Fall anders werden. *g*
Das Problem sind doch die exorbitanten Kosten.. die Medikamente usw. sind in Deutschland so teuer wie nirgends sonst. Dazu kommen dann noch teure doppelte Untersuchungen und so weiter.
Die Pharma-Mafia ist hierzulande leider viel zu mächtig – und dazu gibts dann noch diese Apotheken-Gesetzgebung die Wettbewerb komplett behindert und von der FDP so wehement verteidigt wird.
Anscheinend hat keine Partei den Willen oder die Fähigkeit im Gesundheitssektor mal was richtig zu machen. Schade..