Moderne Werkzeuge für die Piraten müssen her
- Dezember 25th Dezember 2009
- Eingetragen inPiratenpartei
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Wir Piraten sind ja bekanntlich die modernste, beste und tollste Partei überhaupt – aber trotzdem haben wir nur ziemlich veraltete und untereinander inkompatible Werkzeuge für unsere tägliche Parteiarbeit zur Verfügung. Da haben wir unsere Wikis und Mailinglisten, Twitter, Jabber, Etherpad, Google-Wave, Weblogs, IRC und so weiter. Die Menge an Tools führt natürlich zu vielen Problemen. Die Informationen werden zersplittert und nicht zentral aufbewahrt. Bestimmte Infos zu finden ist ein Ärgernis – ganz zu schweigen von den vielen Downtimes und Ausfällen. Von Benutzerfreundlichkeit und Aktualität wage ich nicht mal zu reden. Es geht viel zu viel Zeit und Energie drauf um einfachste Dinge herauszufinden. Richtige Transparenz ist so auch nicht Möglich.
Was wir brauchen sind neue, moderne Systeme – von mir aus auch selbst gebastelte. Vorbilder gibt es genug. Ein Projekt welches Ich für sehr gelungen halte, ist die Greenpeace-Website greenaction.de – Dort können Aktivisten sich vernetzen und zusammen Projekte und Aktionen planen, durchführen und dokumentieren.
So etwas bräuchten wir für unsere Parteiarbeit auch. Die Piraten müssen die Möglichkeit haben, sich Untereinander gemäß ihren Intressen zu verbinden und dann dort an Projekten zu arbeiten. Das können Infostände, Wahlprogramme oder Events sein – Dabei muss die Website aber eine Hilfestellung sein. Beispielsweise könnte dort für Infostände oder Sitzungen ein Workflow implementiert werden welcher von Genehmigung/Demoanmeldung bis zum Tisch beschaffen / Abbau alles in Form einer Checkliste oder sonstiger Hilfestellung bereit hält. Mittels Event-ID können dann auch Fotos/Videos/Berichte/Reaktionen in unser neues CMS an dieses Event gelinkt werden und so einfach und effektiv dokumentiert werden. Das Gleiche gilt natürlich auch für Sitzungen und andere Parteiaktivitäten. Die Möglichkeiten hier sind fast grenzenlos.
Als Vorbilder könnte uns eine Melange aus diesen Seiten dienen:
- greenaction.de
- barackobama.com
- meineSPD.net
- wordpress.com
- Abgeordnetenwatch
Weitere Möglichkeiten für unsere PolitiTool Website sind z.b.
- Crew/Verband wird Online organisiert
- Protokolle werden automatisch mit Hilfe (Wizard?) erstellt und an Eventteilnehmer geschickt und archiviert
- Plant man einen Event, bekommt man eine Hilfestellung was alles zu beachten ist. Mitglieder in der Nähe werden informiert.
- Der Einstieg muss erleichtert werden. Durch Patenschaften und Wizards muss ein Andocken problemlos möglich sein. (Was interessiert dich besonders? // [x] Datenschutz! // Mach mit bei der AG Datenschutz!)
- Die Terminflut wird gebändigt werden. Stammtische in Kiel interessieren einen Bayern eher weniger und umgekehrt.
Ich denke, wir können bei den Piraten ganz neue Wege gehen. Wir müssen aus allen bisherigen Kommunikations- und Kollaborationstools das Beste herausholen und für uns nutzen. Interessant wäre es bestimmt auch, einen eigenen Twitterähnlichen Dienst zu starten in dem alle Piraten mitmachen können und direkt bei Anmeldung jeder jedem folgt. So können wir blitzschnell und effektiver als bisher Informationen weitergeben, Flamewars führen und weiter an der orangenen Revolution arbeiten.
Ganz wichtig wäre in meinen Augen noch ein Tool mit dem ermittelt werden kann, welche Themen so viel Interesse finden das Partei weites Votieren sinnvoll ist und diese Votings dann auch sicher und zuverlässig durchführt. Damit wäre die Piraten Partei die erste mit einem kontinuierlichen Parteitag und sollte demzufolge auch in der Lage sein, als er erste in der Öffentlichkeit mit einem demokratisch legitimierten Standpunkt zu aktuellen Entwicklungen aufzutreten.
Am Anfang wird dabei nur die namentliche Abstimmung implementieren können – einen Algorithmus der das Gleiche für eine Geheime Abstimmung Leistet wird Aufgabe einer AG aus Mathematiker sein.
Was wir dringend dazu packen, integrieren und auswerten müssen, ist etwas wie die Twitter-Hashtags. Die sind ein sehr gut angenommener Weg zum semantischen Web. Wir sollten den auch annehmen und benutzen. #broelio hat schon gezeigt, wie und warum so was geht.
was könnte moderner sein als Piraten, die mit einem all-inone-KommTool auch noch ein sematisches Web knüpfen?
So sinnvoll diese Überlegungen sind, stellt sich mir die Frage; Wer machts!?
Unser Wiki läuft seit Wochen auf einem Sparflammen-Server, das relaunch der NRW-Hauptseite ist seit Monaten überfällig, leider sind die 2 Piraten, die es machen sollten abgetaucht.
Ein simpler Domaintransfer zieht sich über WOCHEN. An einem Onlinebeitrittsformular wird seit Monaten ergebnislos rumgeschraubt. Wir, die IT-Partei sind leider anscheinend nicht in der Lage unsere eigene IT auf ein solides Fundament zu stellen.
Der einzige Ausweg, den ich sehe, ist es bezahlte Kräfte zu engagieren und diesen Bereich auszulagern.
Kritik an der AG Technik NRW zu äußern ist nicht abgebracht, denn die machen es ja nur “freiwillig” und unentgeltlich..
leider leider..
Bye
1 nach dem Anderen, bitte!
Zunächst mal ist sicher zu stellen, dass wir einen funktionierende Infrastruktur haben. Die Systeme müssen so erstellt werden, dass sie skalierbar sind und einem etwaigen weiteren Mitgliederansturm durch möglichst einfaches hinzufügen von Servern standhalten. Die Basisarbeit liegt vor der Pionierarbeit!
Und bevor wir toll aussehende Seiten haben, würde ich gerne ein Abstimmungstool umgesetzt sehen und endlich eine Groupwarelösung, mindestens innerhalb von NRW.
Danach habe ich allerdings auch noch eine Menge Ansprüche an die technikaffine Partei und ihre Server.
Ich kann all die Comments nur unterschreiben. Zur Zeit stoßen wir allerdings meiner Meinung nach auch mit der bestehenden Technik an unsere Grenzen – selbst wenn sie vernünftig laufen würde.
Da sollten wir dringend mal schaun was wir brauchen und was wir daraus machen können.
Wenn wir all die Programmierer, Designer und Projektleute in der Partei mal in einen vernünftigen Pool/AG einbringen wo sich alle austoben können kommt bestimmt was sehr brauchbares bei raus.
Vielleicht wäre eine Anwendungslandschaft auf Basis einer Portallösung wie z.B. http://www.liferay.com/web/guest/home etwas. Ist Java, was ich persönlich toll finde, aber bisher liegt der Fokus bei den Piraten imho auf PHP/Perl.
Ich bin ein bisschen reserviert was das angeht. Sicher, so ein soziales Netztwerk bzw Orgaplattform wäre toll für die Piraten, aber es ist de Frage ob wir sowas wollen. Es wäre nämlich ein geschlossenes System.
Was haben die Piraten? Im Moment keine Plattform. Denn: Das Internet ist unsere Plattform. Wir sind auf Twitter, Facebook und StudiVZ und mobilisieren “am Menschen” anstatt in unseren eigenen, abgeschlossensn Hallen. Ein offener Ansatz ist einem geschlossenen immer überlegen, und das verstehen SPD, CDU, Grüne etc nicht.
Deswegen sollten wir weiterhin Twitter und Facebook, Forum und Wiki weiter benutzen, denn damit stellen wir sicher, dass wir “sichtbar” (=googlebar) sind im Netz.
Nicht falsch verstehen, das ist keine Gegenposition zu so einer Plattform, nur sollte man sich die “Internetpartei” SPD eben nicht zum Vorbild nehmen…
Vielleicht wäre eine Anwendungslandschaft auf Basis einer Portallösung wie z.B. http://www.liferay.com/web/guest/home etwas. Ist Java, was ich persönlich toll finde, aber bisher liegt der Fokus bei den Piraten imho auf PHP/Perl.