.. ist die Presse. Die Presse hat einen besonderen Stellenwert von Verfassungsrang und soll unabhängig und frei berichten. Was passiert, wenn dem nicht so ist beweist die “Journalistin” und Bloggerin Julia Seeliger aka. Zeitrafferin zur Zeit wirklich Eindrucksvoll.

Seit einiger Zeit arbeitet Frau Seeliger für die TAZ und zündet dort ein grünes Wahlkampffeuerwerk das sich gewaschen hat. Wer mal das Suchfeld der TAZ bemüht findet dort eigentlich ausschließlich Artikel welche die Grünen ins “richtige” Licht rücken und seit einigen Wochen vermehrt Artikel gegen die Piraten.

Was mich nervt ist keinesfalls die in Teilen berechtigte Kritik an den Piraten. Was mich stört ist die Vermischung zwischen vorgeblichem Journalismus und Parteipolitik.

Die 4. Gewalt hat die Aufgabe, unabhängig und unvoreingenommen zu informieren und komplizierte Sachverhalte zu vermitteln. Das ist mit einem politischen Background naturgemäß sehr schwierig.
Aufgabe der Medien ist es nicht politische Meinungsmache oder gar Wahlkampf zu betreiben, sondern die Leser allumfassend zu informieren. So bewegt sich die TAZ wie die Springerpresse in pseudo-journalistischen Grauzonen und macht ihrem Ruf als linkes Pendant zur Bildzeitung alle Ehre.

Genau das macht Frau Seeliger nicht. Sie berichtet fast ausschließlich tendenziös und versucht dem politischen Gegner Dinge zu unterstellen, lässt bewusst Fakten weg und kann ihre Grünen Wurzeln nicht verleugnen. Dafür erntet sie zurecht Kritik welche zwar oftmals unsachlich und polemisch ist, aber die Reaktion auch gegenüber sachlich vorgetragener Kritik scheint die gleiche zu sein: Sie blockt ihre Kritiker bei Twitter. Mich nun übrigens auch.

Gut, dass es auch positive Beispiele gibt. Ich hatte mal ein Gespräch mit der Autorin und Journalistin Annika Kremer die es für sich ausschließt je einer Partei beizutreten – denn das widerspräche der Journalistischen Sorgfaltspflicht. Ich wünschte, auch Julia Seeliger würde die Eier dazu besitzen.